Das Spiel:

 

Selten gab es eine USK-Mannschaft die so motiviert in ein Spiel ging wie jene Elf, die am vergangenen Sonntag das Auswärtsspiel gegen den P.A.C. Wien bestritt. Schon in der Kabine motivierte man sich gegenseitig und war wild entschlossen die tolle Serie von sieben Siegen in Serie fortzusetzen. Der Traum von Titelgewinn bzw. vom Aufstieg in die 1. Klasse lebte. Umso unverständlicher ist das, was die zahlreichen Zuseher (mehrheitlich natürlich P.A.C-Fans) von den Vienna Vibes in den ersten 45 Minuten geboten bekamen. Die Motivation schien mit dem Anpfiff gänzlich in Angst umgeschlagen zu sein. Von einer Selbstsicherheit, die eine solche Siegesserie normal verleihen müsste keine Spur.

Inferiore erste Halbzeit

Anders ist der erste schwere Patzer (bereits in der 7. Minute) nicht zu erklären. Robin spielt einen Freistoß zu Berger zurück, der den Ball einfach nur wegschlagen will. Stattdessen reißt ihm der Schuss ab und fällt vor die Füße des P.A.C. Stürmers. Der sagt danke und schließt trocken ab. 1:0 für die Heimischen.

Nicht der letzte schwere Patzer an diesem Abend, so viel sei schon vorweg genommen. 10. Minute: Ein stinknormaler hoher Ball des Gegners in die Spitze, unsere Viererkette schläft und der gleiche P.A.C.-Stürmer wie zuvor ist am schnellsten an der Kugel und schließt erneut erfolgreich ab. Bereits nach zehn Minuten wird der USK kräftig abgewatscht, aber scheint auch dadurch noch nicht aufzuwachen.

Alles was die Vibes offensiv anbieten ist mit dem lauen Lüftchen vergleichbar, das an diesem schwülen Nachmittag durch die Anker-Arena pfeift. Erschreckend. Ein ideenloser Ball in die Spitze, gepaart mit nullprozentiger Erfolgsquote, folgt dem nächsten.

Der P.A.C. ist zwar leichtes feldüberlegen, liefert die Aktionen mit mehr Zusammenhang, kommt aber aus dem Spiel heraus auch zu keiner nennenswerten Chance. Dafür gibt es aber immer noch unsere Hintermannschaft. Berger leistet sich kurz vor der Halbzeit (40.) seinen zweiten schweren Schnitzer. Seinen Abstoß will er flach auf Max spielen, wieder landet der Ball bei einem P.A.C.-Spieler, der die Situation wieder mal schneller überzuckert als jeder, der sechs USK-Defensivleute und auf seinen Nebenmann ablegt. Dieser braucht nurmehr einzuschieben. Drittes Geschenk, drittes Gegentor. Diese Darbietung ist eines Titelaspiranten nicht würdig.

Anschlusstreffer und zweite Halbzeit lassen lange hoffen

Endlich scheint sich dessen auch die Mannschaft bewusst zu werden. Vom Anstoß weg fährt unsere Mannschaft die erste gelungene Aktion im Spiel. Über mehrere Stationen gelangt der Ball zu Robert (42.) und dieser schießt zielgenau ins lange Eck. Woher diese spielerische Klasse auf einmal kommt ist genauso unverständlich, wie die grottenschlechten 40 Minuten davor.

Aber immerhin übernimmt der USK jetzt bis zum Halbzeitpfiff das Kommando. Viel zu spät angesichts des verheerenden Spielstandes. Tor fällt bis zur Pause keines mehr. In der Halbzeit stellt Coach Manuel nach einem kurzen logischen Donnerwetter das System auf 4-4-2 um und bringt Ricco für Robert und Basti für den bemühten aber äußerst glücklosen Mathias. Und siehe da: Der USK ist nicht mehr wieder zu erkennen, macht Druck und spielt mit dem Biss, den das Team in nahezu der kompletten ersten Hälfte vermissen hat lassen.

Spielerisch bleibt es bei Schonkost. Angesichts des Rückstandes ist die Verkrampfung aber irgendwie verständlich, wenngleich hausgemacht. Doch in der 54. Minute wird dieser Druck belohnt. Die P.A.C.-Verteidigung wird gekonnt gepresst und Moritz erobert kurz vor dem Strafraum den Ball. Von seinem Schienbein springt das Leder Peter in den Lauf, der im Eins-gegen-Eins dem gegnerischen Torhüter keine Chance lässt. Der USK darf wieder hoffen, doch unsere Mannschaft tut sich weiterhin schwer. Die spielerische Leichtigkeit, die uns in den letzten Partien oftmals ausgezeichnet hat bleibt heute fast gänzlich verborgen.

Trotz Überlegenheit gelingt es hinten einfach nicht die Fehler abzustellen. Hat Berger schon kurz nach Wiederanpfiff nach einem Missverständnis retten müssen, so muss er in der 61. Minute einen Kopfball eines ziemlich blank stehenden P.A.C.-Spielers entschärfen.

Schlussphase und erschreckende Fehlerquote bringen Entscheidung

Enttäuschte Gesichter nach Schlusspfiff.Doch über weite Strecken gibt der USK klar den Ton an. In der 76. Minute hat Peter die Riesenchance auf den Ausgleich, scheitert aber unbedrängt am sicheren Goalie des P.A.C. Das wäre natürlich die Geschichte des Abends gewesen. Doch das Vibes-Schicksal wird in der 83. Minute auf der anderen Seite besiegelt und das auf passende Art und Weise. Ein simpel hoch geschlagener Freistoß in Richtung Berger-Tor, keiner fühlt sich zuständig und der P.A.C.-Stürmer schupft den Ball über den herauseilenden Berger ins Tor. Viertes Geschenk. Wir sind raus aus dem Titelrennen.

Der USK Vienna Vibes schlägt sich quasi selbst. Der Sieg für den P.A.C. ist selbstverständlich verdient, so viel Anstand muss sein, doch wenn man dem Gegner das Tor viermal quasi auf dem Silbertablett präsentiert, dann darf man sich nicht wundern, dass man den Laaerberg ohne Punkte verlässt. Wenn zudem Titelträume wie Seifenblasen zerplatzen, dann ist das doppelt bitter.

 

Ein Bericht von Max Gfrerer

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04-11-2018 14:00
 
Spice Balls 1 : 2 USK Vienna Vibes

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