Es ist Samstag, der 15. August 2026. Wir befinden uns in Mönichkirchen, zu Gast bei der wunderbaren Familie Thier. Die Familie Thier liest uns wie jedes Jahr jeden Wunsch von den Lippen. So wie sich das für eine liebevolle Familie gehört. Das unterscheidet die Familie Thier jedoch ganz stark von der Familie USK Vienna Weizen, wie wir neuerlich heißen. Die letztgenannte Familie, insofern diese Bezeichnung nach den jüngsten Ereignissen überhaupt noch zutrifft, erfreut sich in den zurückliegenden Jahren zunehmend am Leiden der eigenen Familienmitglieder.
Könnt ihr euch nicht vorstellen? Versteht der Autor dieses Artikels, das konnte er sich im September 2018, als er sein erstes Training bei den USK Vienna Weizen am Football-Platz in Atzgersdorf bestritt, auch noch nicht vorstellen. Die Mitspieler damals? Stellt euch etwa 25 Kantés vor, einfach ein riesiger Haufen junger Menschen, die förmlich vor Freundlichkeit explodierten und wenn es nötig gewesen wäre, auch zum Training gelaufen wären, nur um die Umwelt zu schützen. Ganz wie Kanté eben. Onboarding war kein Stichwort auf einem Flipchart. War kein utopisches Ziel, welches man zwanghaft erreichen möchte. Neue Spieler wurden wortwörtlich in ihre Arme geschlossen und in die Welt der USK Vienna Vibes – wie wir damals noch hießen – eingeführt. Behutsam. Liebevoll.
Heute? Der Autor möchte euch sagen wie es heute ist. Er ist auf dieses Trainingslager angereist, überzeugt davon, dass er die vier Tage mit einer ähnlich liebevollen Mannschaft verbringen darf. Natürlich gab es Anzeichen für das, was er vorfinden sollte. Die gibt es doch immer, oder nicht? Ein blöder Spruch im Training, eine Standpauke mehr im Testspiel. Aber man nimmt solche Sachen normalerweise nicht so ernst und glaubt weiter an das Gute in der eigenen Familie, oder nicht? Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, an dem der Autor auch auf sich selbst achten muss und deshalb kommt hier die Wahrheit.
Die Mannschaft besteht durchgehend aus „Freunden“, welche jede Möglichkeit nutzen, um einem etwas Schlechtes anzutun. Man fragt den Trainer, ob man ihn beim Aufbauen der Übungen unterstützen kann – er denkt sich etwas aus, nur damit man allein unnötig schwere Utensilien herumschleppen darf. Man setzt sich dafür ein, dass das Abendessen nach hinten verschoben wird, damit jedes Familienmitglied in Ruhe essen kann – die gesamte Familie schließt sich zusammen, um alles aufzuessen, damit man selbst hungrig ins Bett geht. Und heute die Krönung. Man schneidet und schreibt sich täglich die Hände wund, organisiert und führt die komplizierte Auslosung des Tagebuchautors durch – alle schließen sich zusammen, reißen kurz vor Ende die Auslosung an sich und manipulieren diese so, dass der Autor nun alleine im Zimmer sitzen und in die Tasten klopfen muss. Es reicht! Da er ein Ehrenmann ist, wird er diesen Artikel noch zu Ende führen, aber auch seine persönlichen Konsequenzen daraus ziehen.
Die Nacht – Star Wars oder Space Balls?
Während BB und KI gestern alle Token nutzten, um einen Tagebucheintrag zu formulieren, packte AU seinen äußerst großen Pokerkoffer aus, Texas Hold’em stand auf dem Programm. Da wir einige Neulinge am Tisch hatten, hat sich der Kofferbesitzer auch zur Aufgabe gemacht, jedes Detail zu erklären. Zum Unmut einiger Nicht-Neulinge. Da ich leider relativ früh ausgeschieden bin, kann ich nur berichten, was mir berichtet wurde. Wenn sie mich angelogen haben, werde ich euch jetzt anlügen.
MG hat in einem packenden Finale das Heads-Up gegen MB gewonnen und wie anfangs vereinbart das gesamte Preisgeld abkassiert. Oder doch nicht wie vereinbart? Schwierige Frage, auf die ich später noch einmal zurückkommen werde. Später? Ja, der Artikel ist echt noch immer nicht vorbei.
Direkt nach der gezinkten Auslosung wurde ich quasi gezwungen, eine Konversation von mindestens drei Personen wörtlich wiederzugeben. Da ich mir nichts vorschreiben lasse, ist mir das scheißegal. Vielleicht auch einfach eine Konsequenz der schlimmen Dinge, die mir widerfahren sind. Wenn ihr euch nicht mehr daran erinnern könnt, könnt ihr es gerne weiter oben noch einmal nachlesen. Eine Frage möchte ich euch aber dennoch stellen: wisst ihr, wer Austin Powers ist? Nein? Ich leider auch nicht, schaue normalerweise auch kein Basketball.
Der Tag - La meute est morte, vive la meute!
Nachdem sich alle pünktlich zum Morgenlauf eingefunden haben, wurden wir, diejenigen, die nicht bis zum letzten Blatt am Tisch geblieben sind, über den Skandal des Jahres eingeweiht. Der scheinbar beste Pokerspieler der Mannschaft, ein Hobby-Baumeister, war der Meinung, dass ihm nach seinem Triumph der ganze Pot zustand. Wie auch zu Beginn des Spiels von einer Person vorgeschlagen und einigen weiteren akzeptiert. Das ist doch der Wahnsinn! Was fällt ihm ein?! Eine kleine Gruppe aus Zweit- und Drittplatzierten war der Meinung, dass der Pot auf die ersten drei Platzierungen aufgeteilt werden sollte, da dies ja so vereinbart war. Unterstützt wurden sie durch Pokerprofessor AU. Das Thema des Tages wurde den ganzen Tag über heiß diskutiert, doch die Meute wurde schlussendlich niedergeschlagen. Der Baumeister darf also weiter bauen.
Da heute noch ein Testspiel auf dem Plan stand und unser Kader erstens dünn besetzt und zweitens schwere Beine hatte, haben wir noch einmal am Transfermarkt zugeschlagen und 5 (!) Neuzugänge präsentiert. Auch mit ihrer Unterstützung konnten wir die hart spielenden Nörgler auf der anderen Seite des Spielfelds verdient in die Schranken weisen und dies mit einer kühlen Dose zelebrieren. Unsere direkt geschossenen Freistöße sehen übrigens mittlerweile auch schon immer besser aus. Wenn die in der Meisterschaft auch alle direkt ins Kreuzeck fliegen, wird sich wohl schnell die Frage nach einem möglichen M-Titel stellen.
Schön langsam finde ich zu einem Ende. War durch das heutige Gefühlschaos nicht ganz einfach. Da ich mir im Vorhinein vorgenommen hatte, eine Maturaarbeit aus diesem Artikel zu machen und das, wenn ich mich richtig erinnern kann, damals 1.000 Wörter sein mussten, werde ich jetzt einfach dem Trend folgen und den Freund von BB, KI, bitten, ein würdiges Ende von 30 Wörtern zu schreiben, damit es tatsächlich 4-stellig wird. Danke an alle, die noch immer nicht aufgegeben haben. Ihr seid die wahre USK Vienna Vibes-Familie!
„Vielleicht lebt die Familie USK Vienna Weizen doch noch. Vielleicht braucht sie nur etwas Zeit, Schlaf und weniger kreative Sabotage. Morgen werden wir es herausfinden. Hoffentlich gemeinsam und satt. 😊“
Oida KI wos is mid dir, sogar du fällst mir in den Rücken? Ich gehe schlafen..
BV