FC Torpedo Lainz vs. USK Vienna Vibes 4:3

 

Ein Spiel dauert 90 Minuten… Hat einer unserer Spielberichte jemals mit weiseren Worten begonnen? Würde ein Fußballspiel nämlich nur 45 Minuten dauern, dann hätte der USK vergangenen Samstag gegen Torpedo Lainz die mit Abstand schlechteste Saisonleistung geboten. Oder vielleicht sogar die beste. Es kommt darauf an, welche 45 Minuten man hernimmt.

Die erste Halbzeit steht im Zeichen von – sorry, man muss es so hart sagen – Hosenscheißerfußball. Kaum einmal können die Vibes mit zielgerichtetem Ballbesitzspiel aufbauen, körperbetonte Zweikämpfe gehen in den meisten Fällen an die Heimmannschaft und als logische Folge werden die Torpedos mit haarsträubenden Missgeschicken zu Toren eingeladen. Auch logisch: der Halbzeitstand von 1:3.

Es geht um die Ehre

In der Pause werden – wie schon letzte Woche – die Spieler an der Ehre gepackt. 45 Minuten bleiben noch, um das Match von einer totalen Zeitverschwendung in ein Spiel umzuwandeln, für das sich jeder einzelne Vibe nachher in den Spiegel schauen, ja vielleicht sogar stolz sein kann.

Schon die ersten Minuten zeigen, dass die Aufrüttelungstaktik (ebenso die taktischen Umstellungen) gefruchtet hat. Der Gegner, der uns – vermutlich ob der weitgehend chaotischen ersten 45 Minuten – nicht mehr wirklich ernst zu nehmen scheint, reagiert mit „ja solln’s pressen, in zehn Minuten geht ihnen eh die Luft aus“.

Die Vienna Vibes beweisen das Gegenteil. Bis zum Ende des Spiels wird der Tabellenführer vorne unter Druck gesetzt und hinten in Schach gehalten. Trotzdem fällt nicht der Anschlusstreffer, sondern das 1:4 aus einem der selten gewordenen Angriffe der Gastgeber. Unbeirrt drängt der USK weiter. Je länger das Spiel dauert, umso später kommen die Torpedos in die Zweikämpfe. Neben zwei späten Anschlusstoren des USK durch Flo (85.) und Max G. (88.) kommt dann schließlich auch das was kommen muss: ein Foul der Gegner und eine schwere Verletzung eines der Unseren. Gute Besserung an Alex K.

USK verliert Spiel und Spieler

Das Spiel wir durch einen überforderten Schiedsrichter mitten in die Schmerzensschreie unseres Flügelspielers hinein abgepfiffen. Der USK verliert dieses Duell und einen weiteren wichtigen Mann.

Es ist schwer, momentan die Zuversicht zu behalten. Aufrichten können wir uns dennoch an den USK-Tugenden, die auch in diesem, vor allem in Halbzeit eins vermurksten, Spiel zu sehen waren. Ja, zu einer glorreichen Aufholjagd wie 2014 auf der Hohen Warte kam es an diesem Samstag nicht mehr. Aber immerhin ist das gelungen, was wir uns in der Halbzeit vorgenommen haben. Wir können uns für dieses Match doch noch in den Spiegel schauen. Nächste Runde gibt’s dann 90 Minuten USK-Fußball und auch hoffentlich wieder was Zählbares.

MG

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