Energie!

 

Dass es schwer werden würde (gemeint ist der unverhoffte Aufstieg in die Oberliga) war jedem klar – wie oft haben wir diesen Satz in den letzten Wochen in den Mund genommen. Als Patentausrede für die schmerzlichen Niederlagen der vergangenen Wochen taugt er dennoch nicht, denn es fehlt ein entscheidender Nachsatz: Wir können es besser.

Das veranlasste Kapitän Max vor dem Aufeinandertreffen gegen den Unterliga-Meister der letzten Saison, Torpedo Lainz, zu einer Brandrede in der Kabine. Ja, man könne verlieren und ja, andere Mannschaften sind offenkundig besser aufgestellt als wir (das zeigt ja nicht zuletzt die Tabelle). Aber um noch nicht mal bei der Hälfte der Saison auf den Platz zu gehen und dabei die Körpersprache eines Absteigers an den Tag zu legen, das darf es in unseren Reihen niemals geben. Im Gegenteil: Es geht um Energie. Energie, die man über den ganzen Platz spüren muss. Energie, die vom einen Spieler zum Nächsten übergreift.

Torpedo im Konjunktiv besser

So viel zu den Floskeln, umgesetzt werden muss dieses Mindset aber auch erstmal. Hatte es diesbezüglich in den letzten Wochen das eine oder andere Mal gehapert, so übertrifft dieses Heimspiel beinahe alle Erwartungen.

Torpedo, gegenüber der Vorsaison spielerisch nochmal ein Eckhaus verbessert, wird volle Gegenwehr geboten. Dass das den Gegnern gegen den Tabellenletzten und nach den beiden Siegen in der Vorsaison überhaupt nicht schmeckt (oder im Vorfeld anders erwartet wurde), merkt man an der zunehmend hysterischer werdenden Kommunikation, die bei den Lainzern – wie in der Vergangenheit schon öfters mitbekommen – gerne auch mal in Gehässigkeit und Arroganz ausufert.

Während unser Kontrahent sich also überwiegend versucht zum Sieg zu quatschen und permanent darauf hinweist, wie viel besser sie EIGENTLICH sind/wären/sein könnten, fährt der USK – keineswegs nur auf Spielzerstörung ausgerichtet – den einen oder anderen gefährlichen Konter. Einen davon vollendet Lenny sehenswert zur Führung (13.).

Ungewohnte Gefühle

Zwei ungewohnte Gefühle hier auf dem Platz. Erstens sind die Vibes seit langem mal wieder voll im Spiel andererseits liegen sie sogar in Führung – das war überhaupt zum letzten Mal am ersten Spieltag der Fall.

Aber angesichts der Tatsache, dass die Lainzer gut verteidigt werden und unsere Heimischen sich selbst auch nicht verstecken, ist dieses 1:0 gar nicht mal unverdient.

Die Charakteristik der Ereignisse bleib mit Fortdauer der Begegnung gleich. Torpedo macht das Spiel und attackiert hoch, der USK hält dagegen und fährt Gegenstöße. Je länger das Match dauert, umso stärker verlagern sich die Spielanteile zugunsten der favorisierten Gäste.

Der Ausgleich fällt dann leider spät, aber doch noch (79.) aus einem verdeckten Schuss – gerade in einer Phase in der die Angriffe des Gegners verzweifelter und demnach weniger strukturiert werden, während der USK im Konter das 2:0 liegen lässt. In Summe aber natürlich nicht ganz ungerecht. Schon zuvor hat Julian J. ein scheinbar fixes Gegentor gerade noch von der Linie gekratzt.

Die restliche Abwehrschlacht übersteht der USK unbeschadet, wodurch das Spiel mit einem 1:1 endet. Diesen Punkt nehmen wir nach all den Rückschlägen der vergangenen Wochen natürlich gerne mit.

MG

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26-11-2022 12:00
 
FC Porzelona 2 : 1 USK Vienna Vibes

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