Man muss neidlos anerkennen, dass Nepomuk derzeit eine sehr starke Mannschaft beisammen hat. Diese eine Wintertransferzeit in der offensichtlich die halbe deutsche Bezirksliga Nordrhein-Westfalen Süd/Mitte/Unten in die WAF Gruam gelotst wurde und den ewigen Abstiegskandidaten quasi über Nacht in eine Truppe verwandelte, die auch in der Oberliga eine gute Figur abgegeben wird, hat es in dieser Form in der DSG auch noch nicht so oft gegeben.
Wie dem auch sei, dieses Auswärtsspiel beim defacto feststehenden Meister der Unterliga B war für uns Vibes was Besonderes.
Eine spezielle Herausforderung – auf Spiele dieser Art trainieren wir schon seit Jahresanfang hin und hatten nun die Möglichkeit, herauszufinden, ob dieses bisher so vielversprechende Fußballjahr 2026 auch beim Ersten positiv gestaltet werden kann.
30 Minuten auf scheinbarer Augenhöhe
Tatsächlich sieht es 30 Minuten lang so aus, als könnten wir das. Wir geraten zwar schnell in Rückstand (10.), doch in der Folge erarbeiten wir uns immer mehr Spielanteile und kommen herrlich herausgespielt durch Kyryl zum verdienten Ausgleich. (32.).
Alles was danach so etwa ab Minute 40 kommt, gerät jedoch zum absoluten Fiasko. Nicht zufällig, denn das ganze Spiel über sind wir gegen den Ball nicht stabil und mutig genug, um dem fußballerisch und physisch potenten Gegner auch nur irgendeine seiner Stärken zu nehmen. Ein ums andere Mal lassen wir uns in der Mitte auskombinieren und die schnellen Offensivleute in die Tiefe passieren.
Am Punkt (nicht) da
Und weil die Nepomuks offensichtlich auch was von letzter Woche (Niederlage gegen Celtic Hernals, warum auch immer…) gut zu machen haben und am Punkt da sind, wird’s für uns (die nicht am Punkt da sind) richtig bitter.
Wir sind heute mal nicht masochistisch genug, jedes einzelne Gegentor dieses 1:7-Debakels detailreich zu schildern. In Summe sind da ein paar dabei, die unsere taktisch mangelhafte Verteidigungsarbeit offenlegen und andere, die auf puren Willen zurückzuführen sind. Ein Wille, der beim Gegner an diesem Tag einfach sichtbarer ist. Ende der Geschichte.
MG