Winter 2025 – vier Spiele angesetzt, dazwischen Trainings, körperlicher Zustand zum Jahresbeginn postweihnachtlich gezeichnet und am Tiefpunkt. Alles wie immer könnte man meinen. Und irgendwie haben wir‘s ja immer geschafft uns bis Rückrundenstart wieder in Form zu bringen. Trotz großer Partizipationsfreude an den Februar-Spielen gab es kaum Leute, bei denen nicht mal Krankheit oder Verletzungen (oder beides) alle Fitness-Bemühungen wieder zurückwarfen. An den Ergebnissen lässt sich das zwar nicht herauslesen (die sind in der Vorbereitung sowieso immer durchwachsen), wohl aber am Auftreten.

Ein Überblick:

Vienna Vibes – Magic Unicorns 1:4

Das klassische erste Testspiel. Wir schaffen es nur sehr selten zum Auftakt schon alle Schäfchen beisammen zu haben. So auch diesmal müssen wir gegen den Zweiten der höchsten Spielklasse mit einem absolut zusammengewürfelten Haufen mit einigen ungewohnten Positionierungen antreten. Dementsprechend homogener treten die Gäste auf. Nachdem der USK am Anfang noch große Möglichkeiten auf ein Tor liegen lässt, sind die Unicorns da wesentlich effektiver. Wir geben aber nicht auf und verdienen uns wenigstens das Ehrentor. Zum Warmlaufen. Mehr aber auch nicht.

Vienna Vibes – Paulaner Wieden 4:1

Das wohl beste Testspiel der Vorbereitung. Eine halbe Stunde spielt der USK ziemlich genau das, was wir uns auch für die Meisterschaft vorstellen und schnürt die blau-weißen Gäste in der eigenen Hälfte ein. Dazu fallen auch die Tore. Danach bestimmen körperliche Verschleißerscheinungen und großes Durchwechseln die weitere Begegnung. Immerhin spielen wir das Erarbeitete recht souverän nach Hause.

Young Vibes – DSG Klosterneuburg 1:vermutlich zweistellig

Ob dieser Test eine richtige Entscheidung war, wurde sowohl davor, als auch danach angeregt diskutiert. Die Vorgeschichte: Für dieses Wochenende und das ursprünglich geplante Match gegen Argos United waren ursprünglich nicht weniger als 25 Kaderspieler angemeldet. Es ergab sich zufällig die Möglichkeit, ein Zusatzspiel vorab einzuschieben. Allerdings gegen den Oberliga-Tabellenführer. Für unsere zweite Mannschaft zwei bis drei Nummern zu groß. Das wussten wir schon vorher, entschieden uns jedoch für das Projekt „90 Minuten Bewegungstherapie für alle“. Diese hatten wir auch auf der Habenseite. Ob es fürs Selbstvertrauen so gut war, ist die andere Frage.

Vienna Vibes – Argos United 3:3

Die beiden letzten Spieltermine dieser Serie galten im Vorfeld als die Wichtigsten, weil die beiden Gegner durchaus repräsentativ für das Gros des ULA-Teilnehmerfelds sein würden (was auch erklärt, warum wir nicht die Kampfmannschaft gegen die stärkeren Klosterneuburger auflaufen lassen wollten). Spielerisch präsentieren sich die Vibes ganz ordentlich und gehen vor allem in Hälfte eins verdient mit 2:0 in Führung. Physisch hinken wir da teils deutlich hinterher. Das schlägt sich dann kurz nach der Pause im Ergebnis nieder, als wir jegliche Zweikampfintensität nochmal nach unten schrauben und binnen weniger als zehn Minuten mit 2:3 in Rückstand gehen. Immerhin reißen wir uns spät aber doch am Riemen und dominieren die Schlussphase, was den schön rausgespielten Ausgleich noch ermöglicht. Mehr leider nicht.

Dynamo Deluxe – Vienna Vibes 4:2

Auch die sogenannte Generalprobe läuft nicht ganz nach unseren Vorstellungen. Halbzeit eins ist kein spielerisches Feuerwerk, aber steht im Zeichen einer soliden und – im Gegensatz zu letzter Woche – defensiv stabilen Performance, die mit einer verdienten 1:0-Führung zur Pause belohnt wird. Nachdem – bis auf den Tormann – die komplette Mannschaft getauscht wird, ändert sich, zu unserem Leidwesen, die Charakteristik des Spiels komplett. Die körperliche Komponente spielt wieder mit und so lassen wir uns von den Dynamos noch zu einer 2:4-Niederlage abkochen.

Wie schon erwähnt, darf man die Ergebnisse nicht überbewerten. Auch, dass nicht alle Spieler gleich-ready-for-Rückrunde sind ist ein Stück weit normal. Das spannende an der Vorbereitung ist ja auch, dass bei uns, wie auch bei den Gegnern sehr viel ausprobiert und durchgetauscht wird. Auch wenn es jeglicher matchtaktischen Vernunft zuwiderläuft. Was das alles am Ende wert war, werden wir am kommenden Wochenende sehen, wenn es wieder um Punkte geht.

MG