Ähnlich wie Dynamo Donau sind auch unsere Gäste vom vergangenen Sonntag absolut kein unbekannter Gegner. Bereits zum 14. Mal treffen wir in der Reserve auf die Weinroten Rainers. Man mag denken, dass die Gesichter altbekannte sind, was natürlich vereinzelnd der Fall ist, aber ähnlich wie wir befinden sich auch unsere Gäste in einem Umbruch: Einige, teilweise sehr junge neue Gesichter, teilen sich mit dem ein oder anderen etablierten den Platz. Dass das nicht die optimalen Voraussetzungen für einen fußballerischen Leckerbissen sind, ist eigentlich schon vor dem Spiel klar und sollte sich auch bewahrheiten. Motiviert, dieses Spiel zu gewinnen, sind aber beide Teams bis in die Haarspitzen. Speziell unsere YV sind nach insgesamt 0:10 aus den letzten beiden Partien auf Wiedergutmachung aus.
Dominante Anfangsphase
Als hätten die letzten beiden Spiele nie stattgefunden, zeigen unsere YV in der Anfangsphase tatsächlich ein sehr ansehnliches Spiel. Gegen den tief stehenden Gegner wird der Ball geduldig von links nach rechts verschoben und auf die sich ergebenden Räume gewartet. So gelingt unseren YV nach ersten Halbchancen auch folgerichtig das 1:0. David kombiniert sich mit Max und Marco fein in den Strafraum, bevor der Pass in die Mitte kommt und Alex aus der Drehung abschließen kann. Ähnlich verlaufen auch die folgenden 10 Minuten, die YV bleiben geduldig und warten auf ihre Chancen, die auch gelegentlich als Halbchancen zu verbuchen sind.
Die 30 Minute und es kommt wie es so wie in unseren letzten Spielen, ein Verletzter zentraler. Nach einem schon überzogenem Foul an der Mittellinie muss unser Dauerläufer Julian viel zu früh den Platz verlassen. Man glaubt es kaum, aber er ist bereits der dritte Mittelfeldspieler im fünften Spiel unserer YV, der verletzt vom Platz muss. Dass mit ihm auch einiges an Erfahrung verloren geht, macht sich schnell bemerkbar. Das Spiel unserer YV wird Minute für Minute weniger dominant, und die Gäste kommen zu ersten kleineren Chancen. Wirklich gefährlich wird es vor der Pause aber nicht mehr.
Auch in der zweiten Halbzeit finden unsere YV nicht mehr so zu ihrem Spiel wie noch anfangs der ersten Halbzeit. Aber auch die Gäste bleiben weitestgehend unauffällig. Nachdem der USK bereits alle Wechsel getätigt hat, kommt es, wie leider auch schon gesehen diese Saison dazu, dass wir unser Spiel mit 10 Spieler zu Ende spielen müssen. So werden die letzten 30 Minuten zu einer Abwehrschlacht, bei der man nicht mehr viel Fußball erkennen kann, von beiden Seiten. Dies kann man so kritisch definieren, denn während wir unsere Kontergelegenheiten durch ungenaues Passspiel ein ums andere Mal eigens verschuldet zunichtemachen, können auch unsere Gäste ebenfalls aufgrund mangelnder Genauigkeit kein wirklich dominantes Spiel aufbauen. So kommen sie in der 65. Minute zu ihrer einzigen echten Chance: Stanglpass, kein YV weit und breit, doch die beiden jungen Stürmer können sich nicht einigen, der eine schießt den anderen an, und der Ball kullert ganz langsam an der linken Stange vorbei. Den Rest können unsere Mannen im Keim ersticken. Entweder wird der letzte Pass abgefangen oder das entscheidende Kopfballduell gewonnen. So gelingt es uns, dass 1:0 zu zehnt über die Zeit zu retten.
Kein Schmaus aber zu null
Ein fußballerischer Schmaus war es also definitiv nicht. 1:0 haben wir trotzdem gewonnen (Btw. das Lieblingsergebnis des Autors) und das mit einer herzhaften, kämpferischen und konzentrierten Leistung. Hiermit verbuchen wir auch den ersten zu null Sieg eines USK-Teams in der heurigen Saison. Es wird Zeit in diesem Punkt nachzulegen liebe KM, zum Beispiel nächste Woche? Da würden wir uns sogar ausgelassen Mitfreuen.
MK