Diesen Sonntag ist es endlich soweit. An einem sonnigen Nachmittag starten die Young Vibes auswärts bei den Hernalser Spartans in die Rückrunde. Das Hinspiel konnten die YV noch mit 5:1 gewinnen, doch das Ergebnis kaschierte damals einen durchaus offenen Spielverlauf, so machten wir damals erst in den letzten 10 Minuten durch 3 schnelle Tore den Deckel drauf.

Die Ausgangslage

Den Winter verbrachten wir nach starken Leistungen auf dem dritten Platz, während die Spartans 5 Punkte hinter uns Platz 5 belegten. An diese Leistungen aus der Hinrunde gilt es nun anzuknüpfen. Das wird jedoch durch mehrere Faktoren durchaus erschwert. Zum einen hat unsere KM die Gelegenheit in der Winterpause genutzt, den ein oder anderen Spieler hochzuziehen, zum anderen ist unser Kader an diesem Sonntag durch die Abwesenheiten einiger Stammkräfte geschwächt. So gehen wir ohne nominellen Torwart und Stürmer in die Partie. Das Tor wird wieder einmal von Villa gehütet, der in der Hinrunde schon bewiesen hat, dass er das Zeug zum Goalie hat. Auch taktisch wurde an kleineren Schräubchen gedreht, um unsere offensive in der Rückrunde noch besser in Szene setzen zu können. Ob das gut gehen kann?

Nachlässige erste Halbzeit

Der Ball rollt. Unser Aufbauspiel wird von den Spartans nicht groß gestört, und so schaffen wir es vor allem in den ersten Minuten, durch Pässe auf unsere zentralen Offensiven und die Flügel Druck nach vorne zu machen. Klare Torchancen erspielen wir uns aber nicht. Die ein oder andere mögliche gefährliche Aktion wird durch den Schiedsrichter vereitelt, der an diesem Sonntag nur allzu gerne auf Abseits entscheidet. Auch ein erster Schockmoment, in dem Villa einen Abstoß auf einen Gegner spielt, führt dank einer Abseitsstellung nicht zum Gegentor.

Unterm Strich ist unser Spiel aber zu wenig. In den Zweikämpfen sind wir nicht giftig und konsequent genug. Und so kommt es in Minute 26 wie es kommen muss. Nach einem Ballverlust unseres Innenverteidigers an der Grundlinie spielt ein Hernalser Bub einen katastrophalen Pass auf den kurzen Pfosten, der Abpraller landet zu unserem Pech bei seinem Kollegen am langen Pfosten, der nur noch einschieben muss. Danach funktioniert in unserem Spiel nicht mehr viel. Bälle werden nicht festgemacht, oder kommen nicht an, und in den Zweikämpfen fehlt jede Energie. Zu unserem Glück sind die Spartans ansonsten offensiv wenig gefährlich, trotzdem bringen sie die Führung in die Halbzeit.

Neue Energie

In der Halbzeit bringt Johnny unser Problem auf den Punkt: so gewinnt man kein Spiel. Wir müssen in der zweiten Hälfte die Zweikämpfe ordentlich annehmen, ansonsten schenken wir den Spartans den Sieg. So starten wir mit frischer Energie in den zweiten Durchgang. Und tatsächlich, nur 2 Minuten nach Wiederanpfiff gelingt uns der Ausgleich. Nach einer Balleroberung im eigenen Drittel spielt Marko einen tollen Tiefenpass, den Johnny an der linken Strafraumkante annehmen und in die kurze Ecke einschweissen kann. 1:1. Von diesem Moment weg entwickelt sich ein Spiel, in dem beide Mannschaften das Mittelfeld zeitweise aufgeben. Wir verteidigen mehr oder weniger kompakt, offensiv sind wir bis auf zwei Aktionen aber wenig gefährlich; nach einer Ecke kommt Marko in guter Position zum Kopfball, nickt ihn jedoch danben. Einen schöner Schuss von der Strafraumkante setzt Wurthi wenige Zentimeter am Tor vorbei.

Chaotische Schlussphase

In den letzten Minuten wirkt es nicht so, als hätte die Partie einen Sieger verdient. Statt Offensivaktionen gibt es gelbe Karten und Diskussionen mit dem Schiedsrichter bzw. den Gegnern. Andi und der eingewechselte Julian versuchen noch, unsere Offensive zu tragen, können aber nicht mehr viel bewirken, das Spiel über die Flügel ist quasi nicht mehr existent. Dann folgt kurz vor Schluss noch ein Schockmoment. Nach einem Sturz nach einem Zweikampf bleibt unser Außenverteidiger Albi auf dem Boden liegen. Vorerst benommen, kann er die Partie schlussendlich noch beenden. Zum kuriosen Abschluss der Partie holt sich ein Hernalser noch Gelb-Rot, als er Villa beim Ausschuss behindert, dann ist aus.

Fazit

Dass wir in vielen Partien nicht über die 90 Minuten konzentriert und intensiv agieren ist nichts neues. Einen Vorteil hat das jedoch: wir wissen, woran zu arbeiten ist (also kommt ins Training!!!). Ein positiver Aspekt des Auftaktspiels war es, zu sehen, dass wir in neuer Formation durchaus Potential haben, schönen Offensivfußball zu spielen.

Und obwohl am diesem Sonntag nicht das gewünschte Ergebnis auf der (imaginären) Anzeigetafel steht, finden sich die Young Vibes nach der Partie noch zu einer 12 Mann starken dritten Halbzeit in der Kantine wieder. So gehört sich das.

Grund zur Vorfreude gibt es auch: nächste Woche dürfen wir unsere neuen Heimtrikots gegen die mittlerweile punktgleichen Internationals einweihen. Eines ist klar: den dritten Platz wollen wir behalten, am besten mit einem Sieg. Also kommts vorbei und gebt euch den Leckerbissen.

SM