Traditionsduell zweier DSG-Reserve-Urgesteine steht wieder einmal an: Paulaner Wieden gegen Vienna Vibes. Lediglich 2 Punkte trennten die beiden Teams in der Tabelle. Beide wollten den Anschluss an das Spitzenfeld nicht verlieren und den 4. Tabellenplatz erobern bzw. festigen. Auch wenn es angenehme Temperaturen waren, sollte uns ein heißes Duell erwarten. Das Hinspiel ging noch unglücklich mi 1:2 verloren. Könnte uns die Revanche gelingen?

Die Anzeichen dafür waren gar nicht mal so gut. Durch viele Verletzungen und Urlaube gibt es einige erzwungene Umstellungen und mit Medin gar nur einen einzigen Wechselspieler. Durch die Verletzung von Matthias - Gute Besserung auf diesem Wege!! - musste Andi die körperlich kleine, aber fußballerisch große Lücke füllen. Wer wenn nicht er. Das USK Schweizer Taschenmesser hat bis auf IV und Tormann schon jede Position gespielt und beweist damit seine unglaubliche Spielintelligenz und Flexibilität.
Gleichzeitig wurde es überraschend das Abschlussspiel von Aqeel, da dieser kurz davor verkündet hat den Verein zu verlassen. Alles Gute Legende und achte auf deine Telefonkosten!

Spielkontrolle gesucht

In der Anfangsphase haben beide Mannschaften versucht Spielkontrolle zu erlangen, weswegen wenige Chancen herausgespielt wurden. Nil ist sehr aktiv am rechten Flügel und Simon, diesmal als Stürmer aufgestellt, interpretierte die Rolle eher hängend und versuchte den Spielaufbau aktiv mitzugestalten. Die Verteidigung war sattelfest und individuelle Fehler, womit wir uns sonst üblicherweise das Leben schwer machen, wurden abgestellt. Durch Kompaktheit und Kampf konnten wir das wichtige Mittelfeld immer mehr für uns beanspruchen. Dadurch schafften wir es auch uns langsam Torchancen herausspielen, die aber allesamt noch nicht zwingend waren. Viele Schüsse durch Johnny oder Alex wurden leider geblockt und auch letzte Pässe haben noch nicht die richtigen Abnehmer gefunden. Bis zum Strafraum war es insgesamt sehr ansehnlich, aber oft standen wir uns dann selbst im Weg, z.B.: als Johnny seitlich durch den Strafraum dribbelte und beim vermeintlichen Schuss der eigene Spieler im Weg war, weswegen Johnny nochmal verzögern musste und den Schuss dann nicht richtig platzieren konnte. Später gab es einen Volleyschuss von Andi im Zuge eines Corners der nur knapp das Tor verfehlte. Die Gegner versuchte vor allem mit langen Bällen gefährlich zu werden, doch bis auf ein paar Tiefenläufen auf der Seite mit anschließenden Flanken, die entschärft wurden, war oft schon 25 Meter vorm Tor Endstation.

Ein Licht geht auf

Für das erste richtige Highlight der Partie sorgte Nil, als er durch die immer mehr aufkommende Sonne, die Hitze nicht mehr ertragen konnte und deswegen, während er einen ins Out beförderten Ball zurückholen wollte, sich seines Unterleiberl zu entledigen versuchte. Dass er das nicht schaffte, ohne sein Trikot kurzfristig auszuziehen, hat dem Schiedsrichter gar nicht gefallen und dafür den gelben Karton gezeigt.

Kurze Zeit später der große Auftritt von Alex. In der 38. Minute wird er von rechts angespielt und zieht diesmal einfach halbrechts aus gut 25 Metern ohne zu zögern ab. Mit einer unfassbaren Flugkurve, wo anerkannte Physiker heute noch die Mathematik dahinter zu verstehen versuchen, schlägt der Ball einfach ins linke Kreuzeck ein und es steht 1:0 für USK. Was für ein Tor!

An kleinen Schrauben drehen

Das war auch gleichzeitig der Halbzeitstand. In der Pause wurden von unserem Kapitän Max ein paar wichtige Punkte angesprochen, die in der zweiten Hälfte später Früchte tragen sollten. Auch wenn der Beginn durch einige Auswechslungen der Gegner etwas zerfahren war, machte der USK das Spiel vor allem schnell  als in der ersten Hälfte und wurde dadurch wesentlich gefährlicher. Die Flügel mit Aqeel und Nil konnten besser eingesetzt werden und wir kamen immer wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Trotzdem musste in der 65. Minute zunächst wieder ein Traumtor von Johnny her. Fast ein Spiegelbild des ersten Tors nun aber ins rechte Kreuzeck. 2:0!

Die Entscheidung

Damit war der Gegner gebrochen. Johnny hätte kurz darauf gleich einen Doppelpack schnüren können, als er allein auf den Tormann zulief, aber diese Art der Tore sind einfach unter seiner Würde, weswegen er den Ball lieber 5 Meter übers Tor befördert. 3 Minuten später zeigt Medin jedoch, wie einfach es sein kann. Durch unfreiwillige Vorlage eines Gegenspielers verwertet er eiskalt zum 3:0. Nur 5 Minuten später als der unglaubliche Andi nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, brachte Johnny die anschließende Flanke perfekt ins Zentrum, wo der unermüdliche Max den Ball volley in die Maschen knallt. 4:0.

Leider konnten wir die Null nicht halten und bekamen in der 80. Minute durch einen dieser langen Bälle in die Tiefe im Zuge eines Konters noch das Gegentor. Doch den 3 Tore Vorsprung brachten wir in weiterer Folge souverän über die Zeit.

Durch den Sieg haben wir Platz 4 erklommen und wollen den auch nicht mehr hergeben. Endlich haben wir gezeigt, dass wir auch einen starken Gegner dominieren können. Es braucht hierfür nur eine „Winning Culture“, viel Kampf und ein paar absolute Traumtore.

AU