4 Saisonen ist es her seit dem unsere YV das letzte Mal auf die Spice Balls getroffen sind. Damals noch als Reserveteam des Dauergastes in der DSG Liga, mittlerweile scheinbar als Reserveteam, des Zweitteams der Spice Balls, den Spice Balls All Stars. Fast schon nostalgisch erinnerte sich der ein oder andere noch active YV an die herbstlich erscheinende schön gelegene Franz-Koci-Anlage in Oberlaa. Auch die Bilanz aus vergangener Zeit lässt sich bewundern: 4 Siege 1 Niederlage.
Was hat sich also geändert seit dem letzten mal? Ist alles Neu bei den Spice Balls oder doch alles wie damals?
Gehen wir dem ganzen auf den Grund. Unsere Taktikbesprechung in der Kabine wurde früh von lauten Schreien aus der Nachbarkabine unterbrochen: Ein Spieler aus dem vorangegangenen Spiel hat sich bei einem Ausrutscher in der Dusche die Kniescheibe scheinbar komplett demoliert. Gute Besserung an der Stelle, unglücklicher geht es wohl kaum. Unserer Taktikansprache hat es Gott sei Dank kaum geschadet, war diese, wie selten vorkommend, doch kurzgehalten. Denn bei aktuellem Blick auf die Tabelle war klar, dass wir wohl zum Spielgestalten ausegekoren sind und die Konterabsicherung halten muss.
Auftakt nach Maß
Das Spiel beginnt wie erwartet: Wir haben den Ball, lassen den Gegner laufen und erspielen uns früh mehrere Chancen – zunächst noch ohne Erfolg. In der 7. Minute landet ein Freistoß nach einem schweren Fehler des gegnerischen Torhüters im Netz. Fünf Minuten später wird Aqeel in die Tiefe geschickt und verwandelt im 1-gegen-1 eiskalt. Weitere fünf Minuten später staubt Matin nach einem erneuten Schnitzer des Goalies zum 3:0 ab. Das Spiel wirkt früh entschieden – die Gegner sind bis dahin komplett überfordert, und unser Aushilfstorhüter Simon bleibt weitgehend beschäftigungslos.
Die Chancen werden in der Folge allerdings nicht mehr so genutzt wie noch in den Anfangsminuten. So dauert es drei Mal so lange bis zum nächsten Tor, bei dem Nil ähnlich wie Aqeel zum 2:0 in die Tiefe geschickt wird und den Ball im gegnerischen Netz unterbringt. Unsere YV drücken weiter und können mit dem Halbzeitpfiff auf 5:0 erhöhen. Jonny kann per Flachschuss einen Doppelpack schnüren und katapultiert sich damit auf Platz 2 in der Reserve Torschützliste.
Ein einziger Lattenschuss
In der Halbzeit wird dann vor Allem besprochen, wie wir die Spieldominanz aufrechterhalten können, die Gegner brechen können und ja tatsächlich einen zweistelligen Sieg erringen können. Um es vorwegzunehmen, nichts davon ist tatsächlich eingetreten. Unsere YV verlieren die Kontrolle durch unkluges Passspiel und die wenigen Chancen bleiben ungenutzt. Die Spice Balls hingegen kommen in der 70. Minute zu ihrer einzigen echten Torchance, knallen den Ball an die Latte – dieser springt zu unserem Glück aber deutlich vor der Linie auf. Auch die Reklamationen der Gastgeber helfen da nichts mehr
Der Rest des Spiels plätschert an Strafraumszenen ereignisarm vor sich hin. Einzig eine gelb-rote Karte unseres Außenverteidigers Raphi und eine Spuck Attacke der Nummer 18 sind noch erwähnenswert. Raphi, so ehrlich muss man sein, holt sich die gelb-rote Karte durchaus verdient und ungeschickt ab, denn gerade am vergangenen Samstag war es sehr sinnbefreit. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass bei einem Reservespiel die Gelb-Roten Karten ja bekanntlich komplett irrelevant sind für das nächste Spiel.
Nicht so wie erhofft
Am Ende steht ein 5:0-Sieg – und dennoch fühlte sich am Samstagabend niemand wirklich als Gewinner. Die deutlich schwächere zweite Halbzeit hinterließ Spuren, und so blieb die Stimmung nach dem Spiel verhalten. Um auf die Frage von Beginn einzugehen, hat sich wohl genau das geändert. Während die Spice Balls, wie in der Vergangenheit, eher um die hinteren Plätze in der Tablle kämpfen haben sich die Ansprüche der YV deutlich nach oben orientiert. Die zweite Halbzeit ist halt schlussendlich doch stark hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Gelassen kann man aber auch darüber, bei einem anschließenden Bier, schnell hinwegsehen, denn immerhin ist es der 7 Sieg im 8 Spiel. Nächste Woche wartet dann ein anderes Kaliber: Paulaner Wieden. Ein Gegner den wir schon länger kennen, im Vergleich zu vergangenen Samstag also nichts Neues.
MK