Nach den Pflichtsiegen gegen die beiden Tabellennachzügler Los Andes und Dynamo Donau folgte bekanntlich ein souveräner 3:0-Erfolg gegen den Dauerrivalen Royal Rainer. Zwar standen vor dem Spiel gegen den Tabellenfünften Meetup United fünf Siege aus sechs Spielen zu Buche, doch im bisher einzigen Duell gegen einen Gegner aus den derzeitigen Top 5 der Tabelle – Celtic Salmannsdorf – mussten wir bislang unsere einzige Niederlage der laufenden Saison hinnehmen. Somit galt es gegen Meetup zu zeigen, dass wir nicht nur aufgrund eines günstigen Spielplans ganz oben mitmischen, sondern auch gegen stärkere Gegner unseren Siegeszug fortsetzen können. Und dass Meetup immer für Überraschungen gut ist, zeigte ihr Sieg gegen unseren Tabellennachbarn an der Spitze, Ukraina, dem sie den bislang einzigen Punkteverlust der Saison zufügen konnten. Sonst räumt Ukraina ja sämtliche Gegner ab – unser direktes Duell wartet, als Spannungshöhepunkt, am Ende der Hinrunde.
Meetup, deren Kampfmannschaft beim Duell gegen unsere KM nicht unbedingt durch Sympathie glänzte, war also ein schwer einzuschätzender Gegner. Dass wir wohl wieder auf einen stärkeren Kader trafen, wurde schnell klar. Zwei, drei richtig starke Gegenspieler machten uns das Leben schwer – noch dazu presste Meetup sehr hoch, was unseren USK-Fußball erschwerte. Mehrmals konnte sich der nächste Feldspieler im Tor, Villa, auszeichnen und ungeahntes Torhütertalent beweisen. So stand es nach der ersten Drangphase der Gegner 0:0, und wir fanden immer besser in die Partie.
Mit 1:0 in die Pause
Einer strittigen Zweikampfszene in unserem Strafraum folgte ein hartes, aber faires Tackling von Kapitän Max K., dessen Ballgewinn einen Konter einleitete, der schließlich Jonny alleine vor dem Tor auftauchen ließ – und wie immer schloss er eiskalt ins rechte Eck ab (40.). Der Rest der ersten Halbzeit verflachte dann etwas, dennoch war das Spiel geprägt von ansehnlichem DSG-Reserve-Niveau und absoluter Kampfkraft auf beiden Seiten. Dass in diesem Spiel keine einzige Karte wegen eines Fouls gezeigt wurde, kann wohl nur daran liegen, dass der Schiedsrichter vor allem die Premier League verfolgt und seine Pfeifweise dementsprechend „britisch“ geprägt ist.
Offener Schlagabtausch in der zweiten Hälfte
Die zweite Halbzeit setzte sich in ähnlicher Manier fort: hohes Tempo, hohe Intensität, viele Zweikämpfe und immer wieder Lichtblicke individueller Klasse auf beiden Seiten. Nach einer guten Kopfballverlängerung von Matin konnte ein Konter sehenswert abgeschlossen werden – 2:0 (48.). Doch wer glaubte, wir würden das Spiel nun locker herunterspielen, lag falsch. Beim Anschlusstreffer zum 2:1 (55.) sahen wir als gesamte Mannschaft schlecht aus: Ein Meetup-Spieler startete vom Mittelkreis ein unaufhaltsames Dribbling, legte auf den besser postierten Mitspieler ab, der unhaltbar für unseren Man of the Match Villa ins Eck abschloss.
Gerade als wir unsere letzten Wechsel vollziehen wollten – inklusive taktischer Umstellung für mehr Stabilität – fiel der Ausgleich zum 2:2 (68.). Das Spiel drohte komplett zu kippen, und unser Fokus lag nun eher darauf, das Unentschieden zu halten. Trotzdem konnten wir immer wieder offensive Akzente setzen – ein schön herausgespieltes Abseitstor wurde allerdings aberkannt. Zu allem Überfluss verspürte der eingewechselte Marco in seiner Comebacksaison nach wenigen Minuten Schmerzen im Knie und konnte nicht mehr auftreten (an dieser Stelle: gute Besserung!). Somit mussten wir die letzten zehn Minuten in Unterzahl bestreiten. Dennoch war diese Phase kein reiner Abwehrkampf – auch zu zehnt fanden wir gute Möglichkeiten vor. So etwa in der 87. Minute: Eine Ecke – wohl das perfekte Spiel, um zu unserer Standardstärke der letzten Saison zurückzufinden – wurde traumhaft von Jonny getreten und fand den Kopf von Alex K., der zum 3:2 einnickte. Nach seinem Debüttor letzte Woche folgte also gleich der immens wichtige, nächste Treffer.
Schritt für Schritt zum Duell um den Herbstmeistertitel
Alles in allem konnten wir sowohl unsere Comeback-Qualitäten als auch unsere Standardstärke, die uns schon letzte Saison viele Punkte eingebracht hat, wieder unter Beweis stellen – und damit den vierten Sieg in Folge einfahren. Wir marschieren somit weiter im Gleichschritt mit Ukraina an der Tabellenspitze. Dabei muss man betonen, dass unsere derzeitige Erfolgsserie vor allem auf unserer starken Verteidigung beruht: 7 Gegentore aus 7 Spielen sind für DSG-Reserve-Verhältnisse ein unglaublicher Wert. Nun gilt es, in dieser Art weiterzumachen, damit am 23. November gegen Ukraina das absolute Gipfeltreffen steigen kann – vielleicht ja sogar um den Herbstmeistertitel.
MW