Zweiter gegen Vierter – Traditionsduell zweier DSG- und vor allem DSG-Reserve-Urgesteine: Vienna Vibes gegen die sympathischen Gegner von Paulaner Wieden. In den letzten Jahren spielten wir oft auf Augenhöhe (allen voran das historische 2:2 nach Aufholjagd in den letzten 10 Minuten in Unterzahl), in der Tabelle jedoch meist knapp dahinter. Letztes Jahr noch 5. und 6., scheint es heuer für beide besser zu laufen – wir mischen beide vorne mit. Ein heißes, umkämpftes Duell war also zu erwarten – eh so wie immer gegen Paulaner Wieden.

Schwer umkämpfte erste Hälfte

Die Partie startete mit einer eiskalten Dusche: 4. Minute, Konter, Tor. Wir waren wohl noch nicht ganz angekommen. Danach kämpften wir uns mehr und mehr hinein, und es entwickelte sich genau die erwartete Partie: schnell, kampfbetont, gutes Niveau – man merkte, dass es um viel ging. Paulaner wollte den Abstand zur Spitze verkürzen, wir unseren Vorsprung ausbauen. Nach starkem Ballgewinn stellten wir verdient auf 1:1 (10.). Manche Fußball-Philosophen würden sagen: Jetzt steht’s wieder 0:0. Spielkontrolle und Chancenplus lagen in Hälfte eins klar bei uns, doch wir konnten die guten Möglichkeiten nicht in eine Führung ummünzen.

Ungenutzte Überlegenheit

In der zweiten Hälfte übernahmen wir die volle Kontrolle, kamen aber selten entscheidend vor ihr Tor und erspielten uns kaum hochkarätige Chancen. Paulaner blieb durch Konter und Ecken gefährlicher, auch wenn wir sie über weite Strecken an die Wand spielten – leider ohne Ertrag. Diese Gegenstöße hatten wir bis zur 80. Minute gut im Griff, doch wie es im Fußball oft kommt, erwischte uns ein gefährlicher Standard und brachte uns zehn Minuten vor Schluss in Rückstand. Mit dem USK-Geist in den Adern war an Aufgeben nicht zu denken. Wir erspielten uns noch mehrere Chancen – aber der Ball wollte nicht rein. Beim letzten Angriff räumte der Torhüter ohne jede Chance auf den Ball unseren Stürmer ab. 22 Spieler am Platz und rund 10 Ersatzspieler wussten sofort, was kommen müsste: Elfmeter in der 90. Minute. Der einzige Mann, dessen Meinung jedoch zählte, sah es anders. Warum, bleibt wohl sein Geheimnis. Eine Erklärung nach Schlusspfiff konnte er nicht liefern – vermutlich, weil er wusste, dass seine Entscheidung falsch war. Schiedsrichter in der DSG sind wie wir Spieler: weit entfernt vom Profi-Sein, fehleranfällig, aber eben auch nur Menschen.

Das Glück ist nicht immer auf unserer Seite

Den Paulaner-Spielern war es nach Abpfiff fast unangenehm, angesichts dieses schmeichelhaften Ergebnisses. Hatten wir in den letzten Wochen manchmal das Glück auf unserer Seite, so hat es sich diesmal gedreht – eine unglückliche Niederlage steht zu Buche. Was uns trotzdem positiv stimmt: Einen Gegner der letzten Jahre auf Augenhöhe konnten wir spielerisch dominieren. Nun gilt es, in den letzten beiden Spielen diese Dominanz wieder in Siege umzuwandeln. Nichtsdestotrotz steht einer sehr erfolgreichen Hinrunde wenig im Wege – momentan macht es einfach sehr viel Spaß mit den Young-Vibes.

MW