Die lang ersehnte Dressenpremiere stand an – was vor etwa einem halben Jahr überraschend durch das Sponsoring von Andi begonnen hat, findet nun endlich am 15. März seinen Höhepunkt. Das erste Spiel in den neuen Heimtrikots – natürlich in Weiß-Rot. Die Nadelstreif-Elemente und die markanten roten Hosen haben das Potenzial für das schönste Trikot des USK, das jemals getragen wurde (zumindest für den Autor; schöner als die KM-Dressen sind sie allemal). Um diesem Event den notwendigen Rahmen zu geben, wurden Freundinnen, Familie und Freunde mobilisiert, um die Young-Vibes beim doch schwierigen Spiel gegen die Tabellennachbarn, die Vienna Internationals, zu unterstützen – und natürlich, um die schönen Dressen und vielleicht auch die eine oder andere fußballerische Finesse zu bewundern.

Chancenlosigkeit

Zu bewundern gab es jedoch leider nur die Dressen – einen fußballerischen Leckerbissen konnte man ohnehin nicht erwarten, in der wohl niedrigsten Liga Wiens, wahrscheinlich sogar Österreichs – wobei hin und wieder gibt es jedoch Ausreißer nach oben. An diesem Spieltag traf das allerdings nur auf die Vienna Internationals zu. Ihr strukturiertes, geradliniges Spiel bereitet uns traditionell große Probleme – dennoch konnten wir im Hinspiel den historischen ersten Sieg gegen die britisch geprägten Gegner feiern.

Was uns damals, wie auch in der gesamten Hinrunde, stark gemacht hat, ließen wir in diesem Spiel leider völlig vermissen: keine Kompaktheit im Zentrum, individuelle Fehler, null Dominanz im Spiel nach vorne sowie fehlende Spielverlagerungen führten zu einem doch recht einseitigen Spiel, das die Internationals schlussendlich mit 3:1 völlig verdient gewinnen konnten. Es hätte durchaus auch noch höher ausgehen können.

Es kann nur besser werden

Nun wieder zu den wichtigen Dingen: Die Dressen schauen immer noch super aus, und es ist schön, vor so einem großen Publikum spielen zu dürfen. Ob sich eine solche Zuschauerzahl bald wieder erreichen lässt, wage ich zu bezweifeln. Eigenwerbung haben wir ja bekanntlich nicht unbedingt betrieben. Vielleicht aber im Frühling, wenn die Sonne scheint, das Bier schmeckt und die Young-Vibes wieder zu ihrer starken Form aus der Hinrunde zurückgefunden haben – die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zumindest an der Form gilt es ab sofort zu arbeiten, denn die Aufgaben werden (zumindest) kurzfristig nicht einfacher: Celtic Salmannsdorf steht nächste Woche an, und es gilt, Dramatisches zu verhindern. Mit nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen in die zweiwöchige Osterpause (danke Kirchenliga!) zu gehen, steigert nicht unbedingt unsere Chancen im weiterhin nicht aufgegebenen Kampf um Platz 3 – vielleicht auch Platz 4.

Bis gschwënn, Justin!

Neben Dressenpremiere und Fanandrang stand dieser Spieltag noch unter einem ganz anderen (traurigen) Anlass – ein Abschied. Eine echte Luxemburger Legende verlässt den USK: Justin Jean Théo Zimmer (Künstlername: JAST – schaut mal auf Spotify!) zieht es in die Niederlande und wird dort hoffentlich weiterhin seine Gegner zur Weißglut bringen. Für die Young-Vibes hat er zu Beginn ebenfalls gespielt – seine Quote: zwei Tore und eine Gelb-Rote Karte.

MW