Sonntag 12:00 und fast unerträgliche Hitze im First Vienna Nachwuchszentrum. Schnell erinnern sich unsere YV an das letzte auswärts Spiel gegen Dynamo Donau vor knapp einem Jahr, dass bei ähnlicher Hitze stattgefunden hat und sehr erfolgreich verlaufen ist. Nach einem durchaus souveränen Sieg gegen Los Andes in der Vorwoche zeigt die Formkurve nach anfänglichen Schwierigkeiten klar nach oben und an ein Ergebnis wie vor einem Jahr war kein komplett unrealistischer Traum. Klar, Los Andes war noch nie der Maßstab, aber genau diese Souveränität aus dem letzten Spiel hat man sich auch vor der Partie gegen Dynamo Donau erhofft.
Dominant um Abgezockt
Abgezockt agieren unsere YV dann von Beginn an. Geduldig wird der Ball in den eigenen Reihen laufen gelassen, um im richtigen Moment in die Tiefe zu spielen. So wird eine Hereingabe von unserem Flügelspieler Simon vom Gegenspieler per Kerze über den eigenen Torhüter gelupft und die Gastgeber schenken uns das erste Tor. Fünf Minuten später findet die nächste Flanke, erneut von der linken Seite, den einlaufenden Andi, der den Stanglpass zum 2:0 verwertet. Besonders auffällig dabei: sein Sprint von der Mittellinie bis in den Fünfer inklusive einem feinen Abschluss. Hat er das von der KM gelernt? Aus dem letzten YV Spiel hat er es sicher nicht mitgenommen 😉. Unsere YV bleiben dominant und lassen die Gastgeber, abgesehen von einem ungefährlichen Distanzschuss, nicht vor das eigene Tor. Zum Abschluss der ersten Halbzeit wird Andi, unser Torschütze zum 1:0, in kürzester Zeit zum Hattricker. Nach zwei Pässen direkt in den Lauf schließt er mit einem Schuss ins linke Eck bzw. knapp unter die Latte abgebrüht ab.
Zur Halbzeit suchen sich unsere YV den einzigen Schatten am ganzen Platz. Die Sonne und die hohe Luftfeuchtigkeit machen sich am Marathontag auch bei uns Fußballern bemerkbar. Die Halbzeitansprache wird daher eng zusammengerückt im Baumschatten abgehalten um der Sonne zumindest ein wenig aus dem Weg zu gehen.
Aus einem Guss
In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Unsere YV bestimmen das Spiel, lassen Ball und Gegner laufen und kommen erneut durch ein Eigentor, fast schon mit Stürmerqualitäten verwertet, zum 5:0. Das schönste Tor so far. Dies sollte später aber noch getopt werden. Dass die Gegner anschließend für etwa 15 Minuten mit vier Mann vorne anlaufen, kommt eher überraschend und die ein oder andere kleinere Ungenauigkeit im Spielaufbau führt prompt zum 5:1. Da sich aber wie erwähnt nur 4 der 11 Dynamo Spieler aktiv um ein Pressing bemühen konnte dieses im Anschluss simple umspielt werden und die Dominanz weiter aufrecht erhalten werden.
Die daraus resultierende aufkommende Hoffnung der Gäste wird schnell wieder zunichtegemacht, nicht nur durch die zurückgewonnene Souveränität, sondern vor allem aufgrund eines Anwärters auf das Tor des Jahres von unserem Mittelfeldmotor Johnny. Mit drei kleinen Touches legt er sich den Ball zurecht und vollendet wunderbar über den Torhüter hinweg ins rechte Kreuzeck. Ein Wahrer Genuss für die 3 Zuschauer, die auf dem Betonhügel in der Spielmanngasse die unsrigen Anfeuern. Zum Ende des Spiels erhöhen wir mit zwei weiteren Treffern auf 8:1: Unser zweiter Achter Matthias verwandelt einen Strafstoß, und erneut ist es Johnny, der in der Nachspielzeit einen Pass in die Tiefe verwertet.
Das Manko
Der zweite Sieg in Folge. Klar waren die letzten zwei Siege gegen Nachzüglerteams in unserer Liga, allerdings müssen auch diese erst einmal in dieser Art und Weise geschlagen werden. Jetzt gilt es, die Leistung zu konservieren und nächste Woche gegen Royal Rainer erneut zu bestätigen.
Um der Überschrift gerecht zu werden, müssen wir natürlich auch noch das ansprechen, was nicht so gut funktioniert hat: Die dritte Halbzeit beim Chinese nebenan, der sperrt um 14:00 nämlich zu. Auch die Kantine am First Vienna Campus scheint seit jeher augestorben, warum bleibt umgeklärt und unverständlich, denn unsere YV sind ähnlich wie unsere KM schon lange vorzeitig Meister der dritten Halbzeit. So musste letztlich die nahegelegene türkische Bäckerei herhalten. Der dort geholte Döner wurde aufgrund eines plötzlich einsetzenden Regens kurzerhand in der Kabine verspeist, weil ein Dach für Zuschauer gibt es im besagtem Nachwuszentrum auch nicht.
Naja wenns nur daran hapert ist ja alles bestens.
MK