Es war die Saison 2017/2018 in der 1. Klasse C – eine für die Vienna Vibes denkwürdige, sollte in dieser doch mit dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte ein Erfolg errungen werden, auf den wir heute noch gern zurückblicken. Doch auch abseits des großen Meilensteins, schrieb der USK schöne Geschichten. So auch am 22. Oktober im Spiel gegen Sektor 17, das auf der Marswiese mit 2:1 gewonnen wurde. Die Hauptstory dieser Begegnung ist jedoch nicht der Sieg, sondern ausgerechnet das Gegentor in der in 62. Minute. Mit diesem wurde nämlich ein neuer Vereinsrekord an Minuten ohne eingefangenen Treffer festgehalten. 294 – eine Zahl die viele Jahre unerreicht bleiben sollte.

Chance auf Rekord

Nun, in der Saison 2025/2026 geriet diese Rekord-Torsperre wieder in den Fokus. Denn im Heimspiel gegen den Kasnudl AC war uns die Chance gegeben, diese zu übertreffen. Die letzten drei Spiele hatten wir allesamt zu-null gewonnen und das, obwohl der USK in der jüngeren Vergangenheit nicht gerade für sein Abwehrbollwerk gefürchtet war.

Sei es wie es sei, uns fehlten jedenfalls noch 25 Minuten, um ein Kleines Bisschen Geschichte zu schreiben. Dass das gegen die Kasnudln keine einfache Aufgabe sein würde, hat nicht nur die steil nach oben wandernde Formkurve der Kärntner gezeigt, sondern die Gäste höchstselbst vom Anpfiff weg.

Der Ball läuft dort nämlich schnell und wir sind in den meisten Fällen zur Reaktion gezwungen. Auch weil wir es nicht schaffen spielerisch auf ähnlichem Niveau zu antworten. Gut ist, dass unsere Defensive auch heute wieder einen soliden Job macht und spätestens in der letzten Linie so gut wie alles wegverteidigt. Daraus ergibt sich eine flotte, aber chancenarme Partie in Halbzeit eins. Gut, der Schiedsrichter übersieht ein glasklares Elferfoul für uns und Philipp kann einen schweren Tormannpatzer nicht nutzen bzw. resultiert daraus ein klares Abseitstor, aber in Summe ist der torlose Halbzeitstand schon okay. Immerhin: Der Rekord ist geknackt.

Zu diesem Zeitpunkt ist das natürlich nur von peripherem Interesse, es gilt unser eigenes Offensivspiel in den Griff zu bekommen, sonst wird die Torsperre auch nicht mehr lange halten. Doch bevor wir dieses Vorhaben richtig in die Tat umsetzen können, geht es schnell.

Bemüht vs. abgebrüht

Ballverlust, flinkes Umschalten der KACler und im Rückraum schließt der freistehende Gegner scharf und sauber ab (48.). Nach 318 Minuten sind die Vibes geknackt. Einfacher wird diese Partie nun natürlich auch nicht, doch wir sind nun besser im Spiel. Nicht toll, aber immerhin besser als in Halbzeit eins.

Das reicht leider nicht, um Gegentreffer Nummer zwei in der 68. Minute zu verhindern. Der Ball wird etwas unglücklich abgeschlagen und landet im Mittelfeld beim Gegenspieler. Der zieht aus der Distanz ab und trifft Max, von dessen Rücken der Ball abgefälscht ins Netz geht.

Ein unglückliches Gegentor gegen abgebrühte Kärntner, die zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr allzu viel investiert haben.

In der Folge sogar noch weniger, wodurch der USK jetzt wirklich auf den Anschlusstreffer drängt. Doch heute scheitern wir am weitgehend sicheren Torhüter der Gäste (Philipp mit einem gut angetragenen Schuss und Max per Kopf) und an unserer eigenen Umständlichkeit.

Damit steht am Ende abermals die Null – diesmal leider aber auf der falschen Seite. In Summe gehen die drei Punkte aufgrund der spielerisch höheren Klasse verdient an die Kasnudln.

Auf unserer Habenseite: ein gebrochener Torsperren-Rekord und eine einmal mehr defensiv sehr solide Leistung, die das bisher spielstärkste Team in dieser Liga über sehr weite Strecken unter Kontrolle hatte.

Aufholbedarf: Das schnelle und technisch saubere Aufbauspiel der Gäste, nach bewährtem Klatsch-Steil-Prinzip, müssen wir uns in dieser Form erst erarbeiten. Am besten gleich am Mittwoch im Training.

MG