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Es hätte ein Spitzenspiel sein können...

 

Es hätten Spitzenspiele werden können. Der April hielt Begegnungen gegen die Liga-Dominanz bereit, wovon unser Auswärtsspiel bei Lok Döbling, das in der Hinrunde eher unglücklich verloren gegangen war, den Anfang machte. Es hätte die Zeit der Revanche werden können.

Doch stattdessen war es ein frustrierender und von Zerfallserscheinungen geprägter April. Zunächst fiel die halbe Mannschaft Corona zum Opfer, wovon sich die Spieler in unterschiedlichen Geschwindigkeiten erholten. Dann kam bei anderen wieder mal Verletzungspech hinzu und von den Gesunden konnten/wollten sich – wie es im Hobbysport halt mal so ist – dann auch nicht alle alle für dieses vermeintliche erste Spitzenspiel auf der Krottenbach Alm Zeit nehmen. Fertig war der Rumpfkader, der diesem Anlass eigentlich nicht gerecht wurde.

Umgebautes Team verkauft sich gut

Beim Gegner wird hingegen die volle Kapelle aufgefahren, um seine Titelansprüche zu untermauern. Dennoch macht das unsere notgedrungen umgebaute Truppe nicht schlecht, hat in manchen Phasen sogar mehr vom Spiel, ohne richtig gefährlich zu werden. Doch auch die starke Offensive der Gastgeber wird in Schach gehalten – bis auf einmal und das führt zu einem frühen Gegentor (8.) aus spitzem Winkel.

Trotzdem: Die Vibes sind gut in der Partie, nehmen einigen Schwung auch in die zweite Halbzeit mit, ehe dieses Spiel dem Schiedsrichter zu fad wird – oder zu fair. Wir werden es nie erfahren.

Wir schreiben die 55. Minute, Jo gewinnt an der Seitenlinie das Laufduell gegen seinen Gegenspieler. Beide gehen zu Boden. Der Lok-Spieler hält sich das Gesicht, weil er offensichtlich getroffen wurde. So genau kann das niemand der Beteiligten beurteilen. In einer Sache sind sich aber die Spieler hüben wie drüben einig: Das war nie und nimmer eine Tätlichkeit unseres defensiven Mittelfeldmanns. Nur der Schiedsrichter hat das so gesehen und verweist Jo mit den Worten „Sie sehn jo dos i des kann!“ (Antwort auf den vibes’schen Vorbehalt, dass er für sowas doch bitte keine glatt Rote zeigen kann) des Feldes.

Partie kaputt

Man ist ja in diesen sportlichen Gefilden einiges gewohnt, aber ein komplett normales Laufduell (mit unglücklichem Ausgang), dass aus nicht einem einzigen der 360 möglichen Winkel als Bösartigkeit interpretiert werden kann, als Tätlichkeit zu ahnden, ist – wie es ein linguistisch nicht komplett fertig ausgebildeter einstiger Rapid-Meistertrainer mal ausdrückte – "scho amoi ergrenzenswert". 

Die obligatorischen zwei Partien Sperre gibt's gratis dazu. Aber unser Kader quillt ja eh nur so über vor Spielermaterial, da wirft uns so ein partieller Schiri-Blindflug nicht aus der Bahn…hätten wir vielleicht noch am Anfang der Saison gesagt.

Jedenfalls ist dieses bis dahin offene, flotte und faire Match dank des Unparteiischen nun kaputt. Die Lok verlegt sich trotz Überzahl aufs Kontern, der USK geht trotz Unterzahl auf den Ausgleich. Das machen wir allerdings überhaupt nicht gut und laufen ins offene Messer. Trotz zweier Vibes-Treffer steht am Ende eine 2:5-Niederlage zu Buche. Der Anfang eines Horror-Monats.

MG

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